Vom Burgbau zu Babbel

Fragestellung

Das Wunder einer Zugehörigkeit

Als Esel suche ich den Esel.

Als Pferd suche ich das Pferd.

Als Hund suche ich den Hund.

Doch was suche ich als Mensch?

Paradoxon

Die Liebe eines Mannes zur Liebe einer Frau

Reflexionen finden zuhauf im Garten Eden statt.

Vergeben wird da keiner mehr dem anderen.

Dann kommt etwas auf.

Es gibt plötzlich Regeln zuhauf,

welche aber nichts Eigentliches bedeuten würden.

Einen Bestand könnte so etwas nicht haben.

Bis zum Erbrechen bleibt man da unfrei,

ist wie gelähmt.

Alles wird auf die Weise nichtig sein.

Leidvolles

Ernsthaft Humorvolles

Ein Witz, ein Witz, ein Witz - ein Lacher.

Dann noch einmal solch ein Kracher.

Doch kein Lacher ist es, was darauf wiederhallt.

So ist es zuweilen halt.

Einsicht

Es verfehlen die Worte

Es verfehlen die Worte.

Es verfehlen auch die Taten.

Es fehlt bei uns somit an einer eigentlichen Sinnhaftigkeit.

So wird man allein nur einen Schaden für sich gewinnen.

Wahrheit

Kein Wort ist zu viel

Kein gut gemeintes Wort wird im Kriege zu viel sein.

Jeder erfreut sich da einer kleinen Nettigkeit,

weil auf alles andere kein Verlass mehr gewesen ist.

Dadaismus

Lieber brav, aber dafür mutig sein

Lieber bin ich ich, bin ich, bin ich, bin, bin, bin.

Ich bin, bin ich ich, ich mit Sinn, bin ich, bin ich, bin.


Stickereien

Ohne Trick zu arbeiten soll der Trick dabei sein

XXXXX XXXXX XXXXX XXXXX

X X X X

XXXXX XXXXX XXXXX XXXXX

Einsicht

Schrecklich Wahres, natürlich Gegebenes

So viel Blödsinn habe ich in meinem Kopf.

Unter meinem Schopf da gärt es halt zuweilen.

Wieder und wieder kommt das bei mir vor.

Nach manchem langen Arbeitstag ist das so für mich gegeben.

Wehmut

Sprachgestaltung mit einem Karteikasten

Ich verfasse viele Texte voller kluger Reden.

Wer wird mir das so Gesagte einmal vergeben?

Wer hat daran schon eine Freude?

Meine Worte sind zuweilen angereichert mit großartigen Gedanken

und doch bin ich dabei stumpf geblieben.

Wer setzt im Dasein mir jene für mich so erforderlichen Schranken?

Wer weiß endlich etwas davon geradezurichten?

Beschauliches

Vehemente Verteidigung des Rechts

Der Specht verteidigt sein Recht auf eine Bleibe

mit einem festen Schnabel.

Damit hämmert er einem Baum zu dessen Leide

ein Loch in seinen Nabel.


Die Borke platzt, die Rinde bricht.

Der Specht endigt hierbei nun noch immer nicht.

Tief und tiefer dringt er vor.

Der Baum bleibt tapfer, steht da wie zuvor.

Dokumentation

Ein Protokoll

Schrott habe ich im Kopf.

Schrott liegt mir am Herzen.

Schreibe ich das Protokoll meiner Gedanken auf,

beliebt es mir dabei oftmals zu scherzen.

Schreibe ich das alles einmal nieder,

so lache ich derweil zuhauf.

Da habe ich Freude, wieder und wieder,

und mache doch weiter, bleibe dabei so heiter.

Idee

Von der Sache etwas vernehmen

Gar witzig wird das satirische Wort sein, wenn man es einmal mit Ernst erwidert hat. Sofort blicken einen die anderen Menschen ratlos an. Nimmt man es richtig wahr, dann ist das wirklich ein sonderbarer Moment. Da merkt man es, wie toll das eigentlich doch alles ist.

Feststellung

Opposition

Bist Du zufrieden? - Mitnichten bin ich das.

Warum ist denn das bei Dir so? - Geschichten weiß ich ohne Spaß.

Ja, welche sind das denn? - Die gerade eben.

Jaja, so ist halt das Leben. - Keine weiteren Fragen?

Impuls

Weniger ist mehr

Das Gute findet der Mensch dort, wo er ist, ganz in seiner Nähe auf. Da hat er auch einen Zugang zu ihm. Dem Guten wird es zu eigen sein, dass es von einer endlichen Art ist und doch ewig fortbesteht. Was heute gut ist, das ist es wahrscheinlich auch gestern schon gewesen. Da erinnert sich der Mensch bald daran, was ihm ein Glück bedeutet.

Dokumentation

Alle Welt sucht nach einem Halt

Das Leben ist den Menschen mitunter nicht leicht gefallen. Da haben sie zuweilen arg daran gelitten, wer sie sind. Das wirkt sich mit Sicherheit am Stärksten auf unser Befinden aus, wie wir unser Dasein bisher geführt haben. Da suchen wir nach einem Halt. Ihn finden wir mit Gewissheit in einem Glauben an die Hoffnung der Liebe.

Manche Enttäuschung hat man uns schon angesehen. Da haben wir uns vom Guten entfernt und die Distanz zum eigentlichen Glück des Daseins als Mensch deutlich vernehmbar bei uns erhöht. Davon abzulassen fällt uns so schwer. Unser Weg scheint festzustehen und doch ahnen wir es fälschlicherweise, wohin er führen wird. Da bestätigt unser Gemüt den Fehler davon, die Beliebigkeit tritt so in Kraft und macht es aus, dass wir leiden. Das sprechen wir an. Unser Umfeld kennt uns gut, da sollen sie auch etwas von uns wissen dürfen.

So haben wir die Gleichheit des Gegebenen erkannt und seine Wertigkeit festgemacht. Eine solche soll in Wahrheit gegeben sein, weil alles dadurch bestimmt wird. Wir finden an der Gültigkeit der Ordnung davon manchen Halt für uns wieder. Da ist das alles zurecht so geschehen, wie es erschienen ist. Manche Gelegenheit zur eigenen Orientierung bietet sich uns da. Gleich einem Segler in den Wellen versuchen wir es, die Segel so zu bewegen, dass trotz der zuweilen ungünstigen Wetterlage unser Schifflein an Fahrt aufnimmt. Bei Sturm jedoch haben wir Schutz gesucht und den Anker allein nur selten gelichtet.

Impuls

Die vollständige Einheit

Nichtstun ohne Beliebigkeit, Mut zur Lücke ohne Nachlässigkeit, Heiterkeit mit Frohsinn vereinigt, das soll mein Glück bedeuten. Was brauche ich da anderes dazu als meinen Sinn? - Dank der Ausrichtung auf meinen Geist gelingt mir das auf eine richtige Weise. Der Umstand, dass ich mich bereits daran gewöhnt habe, kommt mir so normal vor. Da ich es vorziehe, in Einheit mit mir zu sein, belasse ich auch der Welt ihr Gutes und erkenne sie an. Da bleibt sie, was sie ist, und wird mir zu einem Rahmen für das Mögliche. Auch mir erscheint sie da in einer klaren Weise. Da ist sie für mich zu vernehmen. Ich gewahre ihr Spielen, alles daran behält seinen Sinn. Mancher Geschmack davon hat dem Menschen etwas bedeutet. So ist er, so bin aber auch ich verträglich gewesen und alles ist einmal gut geworden. Wie gerne erinnere ich mich daran doch! - Da ziehe ich aus dem Ganzen ein Gesamtes und sage dazu Vollständigkeit. Alles Weglassen des Guten wird da zur Manipulation, alle Auflösung der Anteile bewirkt deren Verschmelzung zu einem im Gesamten. Da erkennt man es bald, was daran gefehlt hat. So vervollständigt der Mensch sein Werk, indem er das Gegebene berücksichtigt. Was soll daran bitte schön verkehrt sein? - Da singen wir die Lieder, da erheben wir das Wort. Manche Klage findet statt, manche Trauer kommt zum Vorschein. Erst das Ganze bedeutet uns ein wahres Glück.