Geschichte eines Menschen

Affirmation

Ich habe alles, was ich brauche, an mir gefunden.

Dokumentation

Das Tintenfass

Steter Tropfen Tinte füllt das Blatt mit der Widerspiegelung Deines Wesens. Da ergeben sich Bilder und es erfüllt sich Dein Geist unterdessen mit Regungen. Im Nachgang daran hast Du noch manch weiteren Eindruck zusätzlich dazu erfahren und es festgemacht, was er Dir bedeutet hat.

So ist Dein Werk entstanden. Es wird kein Ausdruck Deines Befindens sein. Vielmehr resultiert es aus der Stillsten aller Regungen am Menschen. Du schöpfst durch eine eigene Hoffnung das Deinige und bringst es zu Wege, dass auf ihr alles aufbaut. Da erfüllen sich bei Dir große Kräfte, das Unendliche ergibt sich in Bruchteilen von Sekunden und vermittelt Dir Einblicke in die Ewigkeit.

Dein Befinden würdest Du nicht klären können, jedoch kannst Du Dein Werk davon freihalten. Da sammelst Du Dich und erwehrst Dich gegen den Schwall der Blödheit der Weltendinge. Was andere getan haben, das soll kein Maßstab für Dich sein. Du hast Dich in Unabhängigkeit zu ihnen gebracht.

Dokumentation

Ein Solitär sein

Habe ich auch nicht immerzu gewusst, was meine Worte bedeuten, so weiß ich es doch gut, dass alles eine Bedeutung hat. So soll es sich auch bei meinen Worten verhalten. Mancher spricht die gleiche Sprache wie ich und hat mich doch nicht verstanden. Da zweifelt er an mir und teilt mir das mit. Was kann ich dafür? - Es ist sein Verstand und nicht meiner gewesen, der da blockiert hat.

Zuweilen fühle ich mich unverstanden von den Menschen und doch glaube ich auch weiterhin an sie. Ich habe keine Lösung für alles gefunden. Teillösungen haben jedoch kaum weitergeholfen. Was soll ich also anderes tun, als das Meinige festzumachen? - Erst einmal muss man wissen, um was es geht, bevor man an einer solchen Sache teilhaben kann.

Das weiß ich gut. Jedoch haben einzelne Personen in meiner Gegenwart unbeteiligt dagestanden und mich beobachtet. Was ihnen dabei durch den Kopf gegangen ist, könnte ich nicht in Erfahrung bringen. Sie haben es mich nicht wissen lassen. So haben sie mich isoliert. Daraufhin habe ich bald einen unangenehmen Zustand erfahren und bin mir unter solchen Menschen verlassen vorgekommen. Das ist mir verblieben. Wen verwundert es da, dass ich in mich gegangen bin und mich mit den anderen Sphären der Existenz befasst habe?

Dokumentation

Auf dem Trivialen baut alles auf

Lange Wege kann man begehen und doch würden sie nicht besser sein als die kurzen. Alles daran ist gleichwertig geblieben. Da möchten unsere Waden stramm erscheinen, im Grunde sind sie lediglich übersäuert gewesen. Da haben wir uns manches darauf eingebildet und doch nichts davon gehabt.

Unendlich groß ist das Leid des Menschen in diesem Dasein und darum sucht er nach einer Erlösung. Es haben alle Menschen ein eigenes Leben und doch ist dessen Wertigkeit nicht unterscheidbar gewesen. Man kann sich vieles auflasten und so seinen Geist mit Gedanken belasten, doch das werden lediglich Nichtigkeiten sein, was man dadurch bewegen kann. Es bleibt so, wie es ist.

Da tun wir gut daran, dass wir etwas Grundsätzliches anerkannt haben. Wir setzen alles Spezielle aufs Spiel und finden uns im Dasein damit ab, dass es verlorengeht. Davon haben wir etwas. Was uns daraus erwächst, das soll von einer einfachen Natur sein. So erlangen wir die Erkenntnis des Trivialen. Es stellt eine Basis für uns dar. Mit ihrer Zuhilfenahme lösen wir die Blockaden bei uns. Da wollen wir mit einem Mal nichts Überbordendes mehr verwirklichen. Es enden auch die Plagen, welche aus der eigentlich unmöglichen Erwartungshaltung von uns hervorgegangen sind, die uns vormals allem Elendigen gleichgemacht hat. Wir schöpfen einen eigenen Mut und werfen die Plackerei von uns ab. Der Sachverhalt hat es in sich. Solch eine 'Leere' kann befreiend wirken.

Freilich ist man nicht dadurch freigeworden. Nein. Wir sind allesamt das geblieben, was wir immer schon gewesen sind. Da möchten wir zivilisatorische Errungenschaften genießen und bleiben doch das, was wir auch zuvor bereits gewesen sind. Eine Kultur der Entfremdung von sich wird per se keine eigentliche Kulturleistung sein.

Da erkennen wir an der Toleranz alles, was anders als wir gewesen ist. Da belassen wir es so, wie es uns erscheint, und gehen direkt zur Akzeptanz des Gegebenen über. Diese Welt ist gut. Ihr Wesen soll auch gutartig sein. Da haben wir es zum ersten Mal bejaht und keine schwierigen Erfahrungen damit gemacht.

Dokumentation

Von was ich schreibe

Einige wenige Menschen kenne ich gut. Mit diesen bespreche ich das Wesen der Dinge. Im Nachgang daran erscheint mir manches davon wichtig zu sein. Da habe ich allen Grund zu eigen, um es schriftlich zu fixieren. Was im Gespräch erarbeitet worden ist, das bereite ich somit auf. So ist die Basis meines Werkes entstanden.

Darüber hinaus habe ich auch Zugriff auf solche Gedanken und Ideen, wie sie aus den stillen Momenten meines Daseins resultiert haben. Mit diesen verfahre ich ähnlich. Auch davon gebe ich etwas in meiner Werkschau wieder. Mein Karteikasten ist angefüllt mit solchen Gütern, wie sie mir zu eigen sind. Es wäre schade, alles für sich zu behalten.

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Vollständige Isolation

Manche Ereignisse meines Lebens haben mein Dasein stark überschattet. Das ist insbesondere dann so gewesen, wenn ich es mir untersagt habe, mich zu diesen Wirklichkeiten gegenüber meinen Mitmenschen zu äußern.

Da habe ich mich nicht abzusichern gewusst und doch hat die Erinnerung an mir gearbeitet. Nichts davon habe ich über Jahre hinweg kundgetan und bin darum mehr und mehr in eine Situation gekommen, die mich erheblich belastet hat. Es ist nicht einfach gewesen, so etwas auszuhalten.

Auf meinem Lebensweg habe ich Orte betreten und Orte verlassen. Menschen sind in mein Leben getreten und aus meinem Leben entschwunden. Vielerorts habe ich nichts gegolten. Die Menschen haben keine Wertschätzung verspürt. Da habe ich wenig mit ihnen anzufangen gewusst.

Dokumentation

Zur Dialektik eines Streites

Wenige Streitpunkte ergeben sich im Dasein zwischen den Menschen und doch haben diese mitunter ausgereicht, um die Verhältnisse eines Lebens zu verkehren. So ist es mir geschehen. Das Ergebnis davon ist ein Schrecken gewesen.

Der eine sagt dies, worauf der andere das sagt. Beide haben es gut gemeint. Doch zu zwei Menschen gehören auch zwei Positionen. Aus zwei Positionen ergeben sich zwei Haltungen. Solche Haltungen führen zu allem Weiteren und bringen manches mit sich. Da sind wir zuweilen aufgeladen und haben etwas im Sinn.

Es ist sehr wichtig für jeden Menschen, dass er verstanden wird. Alles das, was nicht verstanden worden ist, stellt für ihn eine Belastung dar. Da ist er davon besetzt und glaubt es vielleicht sogar irgendwann, dass er unrecht hat. Infolgedessen verwirft er sein Gutes. Da geht es ihm verloren. Ein Mensch ohne etwas Gutes würde nicht auszuhalten sein. Da stellen sich die Menschen gegenseitig schlechter.

So etwas habe ich nicht gewollt und darum alles darangesetzt, niemanden schlechter zu stellen. Doch die Menschen haben nicht damit aufgehört, sich mir gegenüber wichtigzumachen. Da habe ich irgendwann keine Lust mehr dazu verspüren können, mit ihnen umzugehen. Ich habe mich daraufhin zurückgezogen und verpuppt. Ich habe nach der Wahrheit meiner Existenz gesucht und allein nur die Leere gefunden. Daraufhin habe ich eine solche akzeptiert.

Dokumentation

Eine bewusste Entscheidung

Ich bin kein Gott! - Was ich aber unter dem Begriff einer Gottheit verstanden habe, das ist nichts gewesen, was für sich steht und allein ist. Da hat der liebe Gott Gesellschaft. Er hat nicht über die Ordnung der Welt verfügt, sondern sein Dasein soll die Ursache davon sein, was sie ausmacht. Da hat er sie noch niemals verstellt.

Seine Schöpfung ist in sich geschlossen. Seine Emanation kommt vor, sie wird aber ohne Willkür sein. Er handelt, indem er sich entspricht. Daraus geht alles hervor.

Auch wir Menschen können uns entsprechen. Dazu erkennen wir es freimütig an, wie dieses Dasein und unser Leben innerhalb der Welt sind. So soll es bestehen.

Sprachlich setzen wir uns damit auseinander, wie wir es ausdrücken können, was davon festzumachen ist. Aufgrund einer bei mancher Innenschau gewahr gewordenen Einsicht erkenne ich die Attribute meines Wesens an und setze mich dazu ins rechte Verhältnis.

Ich bin unfrei, bedingt und leer. Ich achte darauf, verträglich für meine Mitmenschen zu sein. Wer mit mir zu tun hat, der soll das verspüren können.

Keinen Kompromiss gehe ich ein. Ich verschmelze nicht mein eigenes Gutes mit demjenigen Guten eines anderen. Jeder soll etwas für sich haben. Darauf darf man beharren, habe ich befunden und darum handle ich danach. Folgerichtig hat es sich ergeben, dass ich zur Wahrheit meiner Existenz gefunden habe und es getrost zu sagen verstehe, was ich bereits zuvor kundgetan habe. Ich bin ein Mensch! - So hat es Bestand.

Dokumentation

Rechtschaffenheit

Ein Gesetz, welches man ändern kann, ist keines gewesen. Das Beiwerk der modernen Zivilisationen dieser Menschheit ist lediglich ein Ballast gewesen. Der Sachverhalt, dass es Gesetze gibt und diese angewandt werden, rechtfertigt ihr Vorkommen keineswegs. Sie sind eher hinderlich als förderlich. Eine Ordnung haben sie keineswegs ermöglicht.

Dokumentation

An sich glauben

Die Seele einer Sache entspricht ihrem Innenleben, was ein von allem anderen losgelöster Verbund an Eigenem sein soll.

Es hat auch die Demokratie als Inbegriff einer staatlichen Ordnung ein dazu vergleichbares Innenleben zu eigen. Wer es geschwächt hat, der verdirbt sie. Er handelt schändlich. Das soll so wahr sein, weil ausgerechnet sie ihm die Position verschafft hat, welche er tatsächlich innehat und gebraucht.

Das Wesen der Seele würden wir nicht kennen. Keiner kann das. Was wir jedoch leisten können, das wäre die Anerkennung des Grundsätzlichen, eine Anerkennung ihres Vorkommens. Da wirft der Mensch einen Schatten und erfährt zugleich das Licht. Unvollständig sind all unsere Wege gewesen, es besteht derweil die Idee fort, dass sie es bleiben werden.

Auch morgen noch brauchen die Menschen Gewissheit. Da wird es vonnöten sein, heutzutage nicht alles bereits festzulegen, was sich in Zukunft auswirkt. Was wir heute nicht gewusst haben, darüber können wir jetzt schlecht urteilen.

Der Wert des Menschen reduziert sich dann, wenn er die Dinge verkehrt hat. Hält er das Verkehrte jedoch aufrecht, so potenziert sich das Schlechte daran nochmals. Das haben wir gesehen. Da lassen wir von alldem ab und erkennen es an, was von sich aus gut gewesen ist. Etwas wird so schon genügen.

Dokumentation

Laissez-Faire

'Du solltest nicht über mich urteilen!' - Mit diesem Gedanken gehe ich bei manchem Streit direkt auf mein Gegenüber ein.

Gedanke

Der eigene Impuls

Auch ein 'Nein' kann einmal richtig sein. Da haben wir das Gegebene nicht für uns erwählt, weil wir es angenommen haben, wie es ist. Da hat es uns nicht gefallen. Was darum vorgekommen ist, das soll auch wahr sein. Erst die Wahlfreiheit eines Menschen hat ihm einen Irrtum beschert. Da sucht er noch lange nach der Ordnungsmäßigkeit seines Tuns. Eine solche wird uneindeutig sein. Solange es jedoch Fallunterscheidungen dafür gibt, was es ausmacht, hat eine Logik Bestand. In diesen Fällen sind wir vielleicht ihr, aber mit Sicherheit nicht uns gerecht geworden. Dann aber haben wir nichts gewusst und auch nichts verstanden.

So soll es gegeben sein, dass man sein 'Nein' ausdrücken darf, wann immer der Weg unklar geblieben ist. Da haben wir einen Weg zu gehen. Wann immer die dementsprechenden Dinge zu bestimmen sind, prüfen wir sie auf ihren Bestand. So haben wir das Unmögliche bald erkannt und nehmen die Gelegenheit dazu wahr, es abzulehnen und von uns zu weisen.

Dumm sind wir Menschen zu jeder Zeit ein Stück weit gewesen. So stellen wir uns das vor. Aber wir bräuchten es nicht damit zu übertreiben. Wer sich jedoch dem Ungewissen ausgesetzt hat, der mehrt dadurch lediglich seine Ängste. Einen besseren Weg hat er so kaum finden können.

Dokumentation

Sich eine Eigenschaft zuordnen

Ein Mensch würde als Wesen nicht ohne seine Züge zu erkennen sein. Wer nicht in Erscheinung getreten ist, der wird darum für andere Leute unsichtbar sein. Da wird er von allen wahrgenommen, die ihn trotzdem gesehen haben. Er gibt ihnen durch sein Verhalten ein Rätsel auf. Da inspizieren sie ihn erst recht.

Um uns von der Belastung einer übertriebenen Anteilnahme an den Nichtigkeiten unseres Wesens zu befreien, ordnen wir uns Eigenschaften zu. Wir lachen und tanzen, zuweilen strahlen wir sogar vor Freude. Da nehmen wir einen Schatten, aber auch das Lichte bei uns wahr. Vollständig soll unser Bild der Wirklichkeit sein. So ist es gegeben.

In Wahrheit kann man keine Eigenschaft von sich verbergen. Da läutern wir uns, indem wir so erscheinen, wie wir sind.