Alchemie

Aphorismus

Mit gesenktem Blick

Schau an Dir herunter und sieh zu Dir herauf. Die Mitte davon ist das Herz.

Der Mensch fühlt mit den Augen, aber er sieht mit dem Herzen.

Gedanke

Etwas geschenkt bekommen

Einen Weg muss man doch gehen, um zu sich zu finden.

Zuweilen wache ich nachts auf. Dann bringe ich mich in Ordnung. So finde ich zu mancher ruhigen Minute und komme zu mir.

An seinem Ausgangspunkt sollte man sich nicht stören. Unzufrieden braucht man allein nur dann zu sein, wenn es dabei geblieben ist, dass man nichts erreicht hat.

Da ziehe ich meine Kreisbahnen auf meinem Lebensweg und drehe mich zuweilen dabei. Was mir dabei zuteilgeworden ist, das bräuchte für andere nicht viel gewesen zu sein, um mir zu genügen.

Affirmation

Freizügigkeit

Die Angst eines Menschen wäre vor allem als ein Antrieb zu verstehen. Getreu seiner Wirkung verläuft unser Weg.

Viele scheuen sich davor, sich zu ihr zu bekennen. Darum gehen sie oftmals leer aus, falls es darum gegangen ist, etwas zu bewegen. Stattdessen sind sie froh um jeglichen Fortschritt, gleich welcher Art ein solcher sein wird. Da bewegen sie sich zwar, aber sie finden so doch kaum zu ihrer Mitte. Das bezeichne ich als eine Flucht vor der Wirklichkeit. So hat man noch lange nichts auf die Schaufel bekommen. Derweil betreibt man eine Talfahrt sonders Gleichen. Da erschöpft sich aller Fortschritt bald. Jener Sachverhalt, dass das alles so nichts gewesen ist, hat die Menschen unterdessen wenig gestört. Bei sich finden allein nur wenige einen Fehler. Manche haben ihn gar nicht erst dort zu suchen begonnen.

Gedanke

Glaube, Hoffnung und Liebe sind die drei natürlichen Kräfte eines Menschen. Was durch sie zustande kommt, soll erheblich für ein Glück von uns sein. In Einheit mit uns selbst können wir ihre Auswirkungen erfahren. Auf ihnen gründet unser Verstand. Wegen ihnen kommen wir klar.

Impuls

Die Kiste der Alchemie

Langsam! - Allein nur die Ruhe hat zu jenem Moment Bedeutung erlangt, als wir warten haben müssen. Da sind die Gefäße am Arbeiten gewesen und haben die Ingredienzien umgewandelt. Manches ist so aufgekommen, manches ist so wahr geworden. Da haben wir von allem abgelassen und zugleich etwas erhalten.

Nun ist das alles so geschehen, wie es kommen hat müssen. Die Gläser sind zerbrochen, der Sud ist verdampft. Einige Rückstände sind zurückgeblieben und kleben nun am Tisch fest, auf dem die Apparatur gestanden hat. Das Ganze haben wir verstehen wollen, dazu haben wir es untersucht. Wir haben es nachgebildet, es zum Kochen gebracht und dann ist es in sich zusammengefallen, nicht ohne die Röhren zuvor zu zersprengen. Das hat einen lauten Knall gegeben! - Mancher Rauch ist derweil entstanden und hat gestunken.

Jetzt würden wir zwar nicht schlauer sein als zuvor, aber wir haben es wohl erkannt, dass das so sein hat müssen. Etwas haben wir falsch gemacht. Was auch immer das gewesen sein wird, es hat dafür gesorgt, dass wir unserem Ziel nicht wirklich nähergekommen sind.

Da hilft auch keine Eitelkeit. Wir haben wieder versagt. Der Versuchsaufbau ist nicht geeignet gewesen. Der richtige Weg ist uns nach wie vor unbekannt, ungewiss wird auch das Ziel sein. Werden wir es ein anderes Mal erreichen können?

Bienvenue, Welcome, Herzlich Willkommen

Brief

Werte Leserin und werter Leser,

hier auf der Webseite mit Namen 'Alchemie', einem Wiki, welches Teil meines Karteikastens ist, möchte ich als der Autor dieser Schriften Ihnen einen Zugang zu einigen meiner Abfassungen ermöglichen. Diese sind vormals analog zu einer eigenen Art der Sprachgestaltung von mir erarbeitet worden. Ich habe sie mit eigener Feder erstellt.

Mein Name lautet Mathias Schneider, *1975. Ich habe um die zweite Jahrtausendwende eine Ausbildung als Werkzeugmechaniker absolviert, diesen Beruf jedoch nicht lange ausgeübt. Nach einem daraufhin erfolgten, aber nach Abschluss des Grundstudiums bereits bald wieder abgebrochenen Maschinenbaustudium habe ich mich in beruflicher Hinsicht neu zu orientieren versucht. Ab dem Jahr 2006 hat darum der Wunsch bei mir bestanden, mich gesellschaftlich stärker zu konsolidieren.

Da habe ich die eigene, schon früher zu Jugendzeiten von mir favorisierte Kunstsache wieder verstärkt in mein Blickfeld gerückt. Ich habe es versucht, die damit verbundenen Dinge noch einmal anzugehen. Jenen Geist meiner früheren Gedanken- und Ideenwelt habe ich seitdem wiederherzustellen versucht. Das habe ich so getan, indem ich das mir da noch Verbliebene wieder aufgegriffen und mit der Zeit vervollständigt habe. Das bisher geschaffene malerische Werk habe ich inzwischen visuell für Sie aufbereitet.

Es ist deswegen nach und nach manches Gute wiederum bei mir vorgekommen und erneut in mein Leben eingetreten. Da haben sich auch manche Dinge eingefunden, welche ich zuerst einmal klären habe müssen. Dazu habe ich mich geprüft und bin in Klausur mit mir gegangen. Es ist mir nicht immer gänzlich geheuer vorgekommen, was zu jener Phase der Umbrüche in meinem Leben bei mir so alles stattgefunden hat. Da habe ich vieles hingenommen, aber auch manches Gute klar für mich gewonnen. Zur besseren Aufarbeitung der Sachverhalte meines Lebens habe ich mit einem Schreibprogramm offline auf einem eigenen Server erste Texte zu meiner Person ausgearbeitet. Es sind dabei vielerlei Arten von unterschiedlichen Ansätzen zur Darstellung des Gegebenen von mir entwickelt worden, mit welchen ich jetzt schon gut umzugehen weiß. So habe ich meine Selbstfindung in einer durchweg ausführlichen Weise betreiben können.

Manches mit Substanz hat sich so bei mir ergeben, was mir nach wie vor gut gefällt. Mit der Zeit sind auch jene Dinge entstanden, welche jetzt für mich zur Errichtung einer eigentlichen Basisstation im Internet verwendbar sind. Mit Zuhilfenahme dieser Bastion, wie ich sie manchmal genannt habe, habe ich meine Werkschau ausgebaut und online eingerichtet. Dabei ist virtuell schon sehr vieles entstanden, was von einem hohen Wert für mich ist. Meine Werkschau hat seitdem nicht allein nur mehr aus meinen malerischen Werken, sondern inzwischen auch aus eigenen Schriften und Musikalien bestanden. So verkörpert sie einen ganzen Verbund von eigenen Betätigungen, die auch heutzutage noch bei mir vorkommen.

Während solcher Phasen der Erneuerung meiner Güter habe ich auch mein Dasein mehr und mehr geordnet und gewichtet. Zu einer verbesserten Lebensqualität habe ich da zurückgefunden. Meine Gedanken- und Ideenwelt hat eine Erneuerung erfahren und dadurch bald schon wieder ihre eigentliche Strahlkraft zurückerhalten.

Wie die Strahlen eines Sternes reichen meine Wikis heutzutage in das Internet hinein und machen es für einige wenige Leute auffindbar, was ich einmal gestaltet habe. Das alles soll etwas Phantastisches sein, dass ich da geschaffen habe. Die eigentliche Mitte dieser Struktur ist einmal durch das alte Schreibprogramm verkörpert worden, welches mittlerweile abseitig in einer Kiste schlummert. Es ist bereits in einen eigentlichen Ruhezustand getreten und hat vorerst bei mir ausgedient.

Da bin ich, Mathias Schneider wohnhaft in der netten, aber durchweg auch etwas verträumten Stadt Offenburg im Landkreis Ortenau geblieben. Sie befindet sich in Südwestdeutschland am Fuße des Schwarzwalds in der Nähe von Strasbourg. Hier lebe ich seit dem Jahr 2001 wieder. Meine Jugendzeit habe ich bereits in dieser Stadt verbracht.

Künstlerisch bin ich vielfach tätig gewesen. Ich mache das bis heute gerne. Freilich erfahre ich dabei manche Phänomene, welche mich zeitweise doch schon sehr eingenommen haben. Da habe ich eine reichhaltige Innenwelt zu eigen. Darum greife ich zumeist etwas davon mit meinen Texten auf und integriere es in meine Wikis. Auf jene Weise haben diese Dinge von mir in einer solchen Fülle geleistet werden können, wie sie da vorhanden ist. Ich habe derweil die eigene Kartei als einen 'Baukasten' bezeichnet. Damit möchte ich es deutlich machen, dass seine Substanz mir als das Grundmaterial für mein weiteres Wirken dienen soll. Er enthält vollkommen zurecht alles Wesentliche zu meinem Dasein.

Das Wiki 'Alchemie' ist also ein Anteil des Baukastens. Es soll in ihm darum gehen, meine eigenen Gedanken und Ideen zu jenen Dingen einer modischen Art der Alchemie jetzt endlich auf den Weg zu bringen. Ich möchte das Spektrum jener hier zu verfassenden und unterzubringenden Texte jedoch klar auf den Gehalt meiner eigenen Gedanken- und Ideenwelt begrenzt haben. Das halte ich weitgehend ein. Zu ihr sollen sie stimmig ausfallen und dazu passend sein, was mich ausmacht. Zuweilen bin ich schon ein recht visuell veranlagter Mensch gewesen. Ein eigenes, durchweg leuchtendes Spektrum an Farbigkeit habe ich für mich zu eigen. Das damit verbundene Leuchten der Dinge möchte ich hier beschreiben. Somit habe ich es im Sinn, Ihnen das zu verdeutlichen, welche Wertigkeit die Farben, aber auch die Formen für mich im Alltag haben. Ich möchte das nicht für mich behalten haben. Es stellt den Schlüssel für ein eigentliches Glück dar.

Dazu habe ich mir einiges aufgeschrieben, dass Substanz hat. Das habe ich in einer solch einfachen Weise getan, wie es mir spontan möglich gewesen ist. Viele Stunden eines freien Schreibens habe ich damit zugebracht, um etwas substanziell Bedeutsames für Sie zusammenzustellen. Noch viele weitere Stunden werde ich voraussichtlich damit verbringen müssen, das nun Gegebene zu sichten, zu ordnen und aufzubereiten. Das Ergebnis soll schließlich einmal für uns brauchbar zu einer Lesung sein.

Freilich habe ich nicht gänzlich von vorne mit dem Schreiben der Texte begonnen, als ich das Wiki 'Alchemie' erstellt habe. Einige Jahre der Übung einer Sprachgestaltung habe ich damals schon vorzuweisen gehabt. Auf jener Basis der bestehenden Schriften habe ich das alles aufgebaut und manches darum bereits von der Leserschaft, aber auch von mir erwartet sowie dafür vorausgesetzt. Damit ist etwas entstanden, das um Ihr Gehör bittet.

Hier sind bereits einige der Dinge sprachlich aufbereitet worden, welche ich gerne habe. Die Verrichtung meiner Arbeit als Literat erfährt derweil gewisse Entwicklungen. Ich habe es versucht, neben einer Sichtung der Alchemie auch mein Kunstschaffen hier zu integrieren. Ich möchte das Gegebene aus einem gewissen Blickwinkel beleuchten und stelle meine Gedankenwelt darum in einer Weise dar, welche sie in einem ihr zugehörigen Licht erscheinen lässt. Unterdessen bewahre ich mir einen deutlichen Abstand zu solchen Sachverhalten, über die ich etwas ausgesagt habe. Was ich so bereits geschaffen habe, das möchte ich hernach auch praktisch anwenden sowie im Nachgang daran theoretisch auswerten. Was dafür erforderlich gewesen ist, das werde ich nach und nach bei mir einrichten.

Meine Textwerke sind manchmal schon wie eigentliche Spielwiesen für mich gewesen, dank denen ich mich in meiner Freizeit sinnvoll an einem Ort betätigen habe können. Da haben sich meine Werke bald angesammelt. Sie gehören gebündelt. Inzwischen gehe ich vorsichtig damit um, ehe ich es abändere, was davon Bestand hat, weil ich vormals so tiefgründig daran gearbeitet habe. Diese Schriften sollen mir dabei helfen, zu einem Dasein erfüllt mit Frieden und Muße zu finden. Manche Stunde des Lesens und Schreibens hat derweil ihre gewissen kontemplativen Momente für mich mit sich gebracht.

Da ich keinerlei Vorlage zur Erstellung des Wikis hier verwende, habe ich außer jenen leeren Blättern und Dateien nichts als meine Kenntnisse um die deutsche Sprache und mein alltägliches Vokabular zur Verfügung, um das alles zu erschaffen. Manches davon ist sicherlich noch sehr dünn aufgetragen worden und möchte stabilisiert sein. Ich erstelle das Wiki, ohne es wissen zu können, zu was das Arbeiten daran einmal führen wird. Jedoch glaube ich an den grundsätzlichen Wert einer Sprachgestaltung für das Dasein eines Menschen.

Es ist bei der Erstellung dieses Textwerks, wie sonst auch schon sehr vieles bei mir durcheinandergeraten. Ich habe mich oftmals neu sortieren müssen, um das Themengebiet besser auf dazu passende Inhalte eingrenzen zu können. Da habe ich mich vielfach mutig und forsch darangesetzt und etwas zur Alchemie aufgeschrieben, das zum Teil von zweifelhaftem Rang gewesen ist. Ich habe daraufhin nach einer Methode gesucht, anhand derer ich meine Dinge in endlicher Art klären kann. Mehr und mehr finde ich sie bei einer Verwirklichung des Trivialen. Analog dazu stelle ich das Geschehende mit den Schriften dar und bekunde diese Begebenheiten. Dazu habe ich bereits manche einfachen Gedanken ausgeführt. Sie stelle ich getreu deren Substanz dar, wie sie sind. Das habe ich mit einer gewissen Strenge so getan, aber noch nicht für das Gesamte davon abgeschlossen.

Meine Texte sind derweil durch ein einfaches Hinzufügen von Worten zu meinem eigenen Erleben entstanden. Dabei habe ich es versucht, sie als ein Geflecht darzustellen. Die Knoten an einem solchen Gebilde stellen die Fakten dar, um die es mir dabei gegangen ist. Sie sind zählbar gewesen und können darum zu einer ganzen Summe aufaddiert werden. Da habe ich sie dem bestehenden Werk leicht hinzufügen können, ohne es in seiner inneren Struktur zu schädigen. So habe ich diese elementar bedeutsamen Dinge hier einflechten können. Eine Einfachheit des Gewebes soll das Gewirke einmal ausmachen. Nach jahrelanger Tätigkeit daran haben diese Schriften schließlich zu dem werden können, als was sie heute bereits Bestand haben.

Diese Sammlung an Texten ist nun für das Publikum des Internets freigegeben worden, damit sie einmal von Ihnen wahrgenommen werden kann. Gönnen Sie sich doch bitte beim Lesen hier eine kleine Auszeit von den eigentlichen Strapazen des sonstigen Alltags.

Viel Freude mit den Texten möchte ich Ihnen nun wünschen und verbleibe

mit freundlichem Gruß

der Autor Mathias Schneider

Konzentration, Aquarell