Austauschroutinen

Impuls

Keinen Handel treiben

Ein Mensch, welcher etwas hat, schätzt es wert, was er hat. Da kann er es besitzen, weil er weiß, was er daran hat. Er setzt es bei sich zu einer Mehrung seiner Daseinsgründe ein. Da steigert sich sein Wohlbefinden. Das bewahrt für sein Tun den erforderlichen Sinn. Solchermaßen hat er sich dank des Gegebenen ausgerichtet. Da tut er es recht, wenn er sich kontrolliert und die Begebenheiten seines Lebens steuert. Er betreibt keinen Handel mit seinem Herzblut. Er maßt es sich keineswegs an, das zu tun. Da ist es gut gewesen, dass er es nicht eingesetzt hat. So hat er es auch nicht aufs Spiel gesetzt.

Ein Händler reicht die Ware allein nur durch. Er hat davon einen Mehrwert, aber er kann die Rohlinge auch modifizieren. Da stellt er fertige oder halbfertige Produkte aus den Ausgangsmaterialien her. Das macht keine Privatperson so mit ihren Gütern. Darum bestehen Unterschiede, weil wir unserer Rolle stets entsprochen haben. Die Begebenheiten lassen sich davon ableiten. Was wir zu tun bereit sind, hängt also von unserem Bezug zur jeweiligen Sache ab.

Ich mag meine eigenen Dinge gerne. Darum treibe ich keinen Handel mit ihnen. Ich habe mich mit meinen Beschäftigungen nicht in den Stand eines Geschäftsmannes versetzt. Folglich entstehen auch keine solchen Werke bei mir. Was ich leiste ist keineswegs veräußerlich. Allein nur dann, wenn Privatpersonen diese Materialien, welche ich bearbeitet habe, auch zu schätzen wissen, bleiben sie auf Dauer erhalten. Da lege ich großen Wert darauf, dass meine Werke nicht in die Mülltonne wandern würden. Sollen sie aber von jemandem bewahrt werden, dann darf kein voreiliger Handel mit ihnen betrieben werden. Das würde nichts bringen. Darum habe ich sie lediglich unter Freunden weitergegeben, weil ich darauf gehofft habe, dass ich von diesen ausreichend gut geachtet werde. Mehr habe ich nicht zu leisten gewusst, mehr ist nicht von mir verrichtet worden, als ich geschafft habe.

Dokumentation

In die Mitte zurückfallen

Eine Mitte ist für viele Menschen nichts gewesen, das sie leicht erreicht oder das sie verwirklicht haben. Da ist nach einer solchen von manchem gesucht worden. Aber man kann etwas erst dann auffinden, wenn man er zu lokalisieren verstanden hat. Zudem wäre eine Mitte des Gegebenen nicht allein nur der räumliche Aspekt von einer Sache, sondern sie wäre immer auch symbolisch wahrzunehmen.

Da bestehen solche Grenzen, welche sich voneinander abheben. Eine öde Leere stellt eine Weite dar, in der man sich verlieren kann. Dagegen wäre ein Abgrund der Rand von ihr und auch er wäre gefährlich. Gähnt der Abgrund auch grundlos, so verliert sich der Mensch doch, wenn er ihn nicht erkannt hat. Aus diesem Grund stehe ich stets nahe des Abgrundes. Ich halte mich dort auf. Da ist die unendliche Weite schwieriger zu erfassen gewesen und hat mir mehr Probleme bereitet, als es der Grund neben mir getan hat.

So bin ich dageblieben, als sich der Sachverhalt geklärt hat und es mir verständlich geworden ist, welche Gefahr davon ausgeht. Da bin ich einer ihrer Wächter geworden und bleibe darum bei ihr. Wer mich besuchen möchte, der soll davon ausgehen, dass in meiner Nähe mancher Abgrund zu finden wäre.

Da hüte ich diesen Flecken Land. Es ist mein Anteil an der Welt mit ihrem Geschehen, dass ich es bewahre, was da ist, und das auch kundtue. Da spreche ich mit den Menschen davon und habe auch nicht viel anderes gekannt. Wann immer die Menschen mir von der Weite erzählt haben, habe ich das bewundert. Aber ich habe sie nicht kennengelernt und es auch nicht geglaubt, dass sie mehr ist als ein Irrgarten.